Udaipur Live

Nach erfolgter Einführungswoche mit Besichtigungen, Kochkurs, Verhaltensregeln, Sprachkurs und vielerlei mehr, stelle ich fest, dass ich die größten Erfahrungen auf meinen zwei alleinigen Trips, zur – und durch die Altstadt von Udaipur mache. Das Leben pulsiert. Gefühlte 10.000 Tuk-Tuks und Skooter rasen an mir vorbei, keinen Meter ohne Verkaufsstände, Ladenlokale oder fliegenden Händlern. Ich habe das Gefühl, der gesamte Schmuck und sämtliche Tuch – u. Lederwaren Asiens, werden hier feilgeboten . . . Dazwischen immer wieder Tempel, die zur Verehrung verschiedener Götter dienen. Hier überragt der Lord-Vishnus-Tempel inmitten des geschäftlichen Treibens.

Das Wichtigste was hier lerne, ist das höfliche, aber doch bestimmte verneinen der mündlich vorgetragenen Angebote – jeder möchte mich einladen, nach Hause kutschieren oder in seinen Verkauf ziehen. Aufdringlich sind hier irgendwie fast alle, aber die Menschen haben in ihrem Herzen und in ihren Worten eine große Portion Freundlichkeit. Kein böses Wort. Am Ende des Tages lerne ich dann noch einen sehr netten Inder kennen, der in Nürnberg studiert und hier zum Urlaub in seiner Heimat ist. Nach einem schönen Gespräch passiert es dann: er zeigt mir das elterliche Tuchgeschäft und macht mir ganz besonders gute Angebote – einfach nur schön.