. . . ein Land mit hohem Puls

Das tägliche Leben in Indien hat viele Gesichter. Es ist ein Land, in welchem die krassesten Gegensätze so eng beieinander liegen, dass ich mich frage, wie dieses Zusammenspiel funktionieren kann. Je länger ich mir dieses anschaue, umso mehr registriere ich, dass alles seine Richtigkeit hat und hier im Fluss ist. Ich bemerke auch, dass die Taktgeber dieses hochbeschleunigten Landes tausende kleine Händler, Handwerker und Dienstleister sind, die jenseits von irgendwelchen Wochentagen, Uhrzeiten oder gar Öffnungszeiten, ihr Business am Wegesrand anbieten – und am Wegesrand ist am Wegesrand – ob Schnellstraße, Innenstadtgasse, vor der Schule, hinter dem Bahnhof, am Tempel – einfach überall wird irgendetwas gebrutzelt, gepresst, gebacken, gesäubert, repariert oder angeboten. Für diese Menschen ist diese tägliche notwendige Arbeit die schlichte Einnahmequelle, die ihr Leben wiederum im Fluss hält und somit ist es gut, dass Wochentage und Öffnungszeiten dieses nicht reglementieren. Hier scheint, alles ist erlaubt und alles ist möglich.

Für mich ist es auch nach 5 Wochen immer wieder interessant stehen zu bleiben, zu schauen wie und warum etwas gerade funktioniert, neues zu entdecken und in ein lockeres Gespräch zu kommen – und gerne kaufe ich dem Popcornhändler eine Portion ab, nachdem ich mir sein Herstellungsverfahren einmal genauer angeschaut habe – lecker!