Rishikesh ” die heilige Stadt” – mein erster Eindruck

Durch die Leidenschaft zur Meditation, zum Yoga und zu spirituellen Lebensweise, durchstreife ich den heiligen Ort mit einer Portion Erwartung. Um Rishikesh zu verstehen, bedarf es einiger km Fußmarsches, da dieser Ort sich sehr auseinanderzieht und das bunte Treiben, sich in den jeweiligen Viertel, umher den legendären Hängebrücken dreht. Nach dem Erklimmen einiger Stufen zur Promenade hoch, erschlägt es mich fast – da liegt er vor mir, das heißt, da rauschen unvorstellbare Wassermassen mit einer irren Strömung, aus dem Himalaya hinunter in die Ebene. – Ganga – der heilige Fluss. Einfach ergreifend. Direkt am Wasser, ein buntes Treiben einheimischer Menschen, die ihr spirituelles Bad vollziehen oder aber, schlicht und einfach, ihren Körper und die Kleidung waschen. Ein toller Anblick und für mich Europäer, ein so weit entferntes Ritual. – Leben kann so einfach sein!

Dem Ganga folgend, erreiche ich die Ram Jula (die erste Hängebrücke), überquere diese und gelange so, in den für mich “heiligen Teil”. Die Anzahl der Schilder und Hinweise auf Yoga-Ashrams, Meditationsschulen und Ayurveda-Behandlungen ist unvorstellbar, genauso, wie es hier jede Menge wunderschöne Tempel und weitere uralte Baudenkmäler (z.B. das Beatles Ashram) anzuschauen gibt.

Ich gehe über verschlungene Pfade, hinauf in die grüne Vegetation und selbst hinter abenteuerlichsten Gassen, finde ich wieder Hinterhöfe, in denen mehrere Ashrams ihre Dienste anbieten. (eine sachgerechte und vertrauenswürdige Auswahl dieser Angebote, erscheint mir unmöglich) Getoppt wird dieses, doch sehr unübersichtliche Gebiet, durch zahlreichen Shops, die für den spirituellen Weg, alles, aber auch wirklich alles anbieten, sowie einer großen Anzahl ausländischer Jugendlicher, die sich durch Kleidung oder Yogamatte auf dem Rücken, diesem Viertel anpassen.

Die heiligen Farbtupfer in dieser doch eigenständigen Welt, bilden die vielen umherstreifenden Hindu-Pilger, in ihrem wunderbaren orangenem Outfit, dem Kochgeschirr sowie dem Pilgerstab in der Hand. Eine kleine eigenständige Welt tut sich mir auf und es ist mir nun vollkommen klar, dass dieser Ort, den Beinamen “heilige Stadt” zurecht trägt.

Namaste